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Fachwissen

So funktioniert die Wassertasche

Alle technischen Details für Praktiker und Berater – vom Wasserzulauf bis zur Wiederverwendung über mehrere Kulturjahre.

Detail der seitlichen Wassertasche des Vlieses am Dammfuß

Für Experten

Technik der Wassersackbeschwerung

Die Wassersackbeschwerung wird als Wassertaschenform mit Spreizvorrichtung ausgeführt.

Die Spreizvorrichtung gewährleistet, dass Wasser selbstständig eindringen kann. Zusätzlich verstärkt der Folienüberstand den Zufluss in die Wassertaschen – der sogenannte Dachrinneneffekt.

Damit der Wassersack im Winter nicht auffriert, wird bei der Herstellung eine Innenlochung angebracht – erfahrungsgemäß bei 2/3 der maximalen Füllhöhe. Die Innenlochung bewässert den abgedeckten Boden zusätzlich.

Der maximale Füllstand wird erreicht, indem das Wasser von einer Kammer in die andere läuft und durch die Innenlochung austritt.

Die Wassertasche ist an beiden Enden offen gestaltet. So läuft die Flüssigkeit beim Abdecken bzw. Abräumen selbstständig heraus.

Das Vlies muss der mechanischen Beanspruchung während der Kulturzeit standhalten. Die Größe der Pflanzlöcher wird an die jeweilige Kultur angepasst.

Der Wasserhaushalt wird zum Teil durch natürlichen Niederschlag reguliert. Werden zusätzlich Wasser und Nährstoffe benötigt, können sie mit der herkömmlichen Technik verabreicht werden – das Wtfv ist an der Dammkrone durchlässig.

Überschüssiges Wasser wird in den Wassertaschen gesammelt und, falls es überläuft, innen zum Unterdamm abgeleitet.

Das Wtfv sollte mehrere Jahre auf der Dammkultur aufliegen: Die Mehrarbeit beim Verlegen wird dadurch mehr als ausgeglichen, die Kosten sinken. Weil man sich bei Pflanzung und Ernte nicht so tief bücken muss, ergeben sich im Garten- wie im Ackerbau große Vorteile.

Da natürlicher Niederschlag genutzt wird, lässt sich Wasser sparen – die Beregnung wird günstiger. Weitere Effekte:

  • weniger Arbeit bei Pflege und Ernte (weniger Bücken)
  • schönere Früchte bzw. größere Pflanzen
  • schnelleres Wachstum – bei Blumen längere oder frühere Blüte
  • längere Wartungsintervalle bei Pflanzen und Unkraut
  • Einsparung von Pflanzenschutzmitteln
  • Arbeitsspitzen werden gebrochen
Gemüse- und Salatreihen auf Vlies mit gefüllten Wassertaschen am DammrandFrisch verlegtes, vorgelochtes Wtfv mit Tropfschlauch neben einem FolientunnelSalatfeld mit Wtfv-Abdeckung und gelbem Bewässerungsschlauch im Vordergrund

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